GERMAN COMIC CON 2019 – MEIN TAG IN DORTMUND

Foto: Alex Boom

Die diesjährige German Comic Con in den Westfalenhallen in Dortmund war wieder Einiges. Einiges an verrückten Menschen, Ständen mit buntem und coolem Merchandise, schräge Cosplays, tollen Gästen und viel guter Laune. Davon habe ich mich prompt anstecken lassen und auch einige Dinge mitgenommen. Zum einen gab es einige Andenken für Zuhause und zum Anderen die ein oder andere Erinnerung, abgespeichert im meinem Hinterstübchen! Wie mir die Con dieses Jahr und mein Tag in Dortmund gefallen hat fragt ihr? Das erzähle ich euch gerne…

Samstag morgen, 09:00 Uhr. Abfahrt aus Bochum. Das Wetter eher so meh, aber meine Laune und Vorfreude umso größer. In der Bahn noch einmal etwas Ruhe tanken bevor es dann zwischen die Menschenmassen in die Dortmunder Westfalenhallen geht. Ich liebe dieses Gefühl, wenn sich schon in den Bahnen immer mehr verkleidete und gut gelaunte Leute unter die restlichen Passagiere mischen umso näher man der Location kommt. Einfach herrlich! Und schon war ich angekommen. Der Einlass ging tatsächlich ziemlich fix und ich stand in der riesigen Eingangshalle, die wie ein Knotenpunkt in die verschiedenen Bereiche führte. Erstmal einen Plan und Programmheft abgreifen und auf ins Getümmel!

Ein bisschen Con Air schnüffeln

Schon gut, aber der Joke musste sein! Die erste kleine Runde durch die Halle mit der Hauptbühne offenbarte bereits viele coole Stände mit tollen Zeichnungen, Fotostellen, Accesscoires, einer Retrogaming-Ecke und knapp 3 Meter großen Transformers, in denen tatsächlich Leute steckten. Gleich dahinter war die Hauptbühne zu dem Game of Thrones-Panel gut besetzt und der Zuschauerbereich prall gefüllt. Nachdem ich also die erste Runde durch die Halle gedreht habe, konnte ich mir einen guten Platz vor der Bühne sichern und mir die Panel zu Stranger Things und The Walking Dead ansehen. Was soll ich sagen? Geil! Die Darsteller waren alle sehr gut gelaunt und haben auch schon am Vormittag gute Stimmung verbreiten und viele Fragen der Fans beantworten können.

Nachdem die Panels also durch waren, bin ich erst einmal weiter durch die Hallen gezogen und habe die restliche Messe erkundet. Auch die Merchandisehalle hatte es mal wieder in sich! Wo man auch hinsah, fand man viele Plastik- oder Plüschfiguren, Zeichnungen oder Poster, Filme oder Videospiele. Und bei der großen Auswahl war mit hoher Wahrscheinlichkeit wirklich für jeden etwas dabei! Da ich vorhatte, den deutschen Synchronsprecher von u.a. Chris Evans und Ryan Reynolds, Dennis Schmidt-Foß zu treffen, habe ich mir in weiser Voraussicht auch direkt mal einen Deadpool-Funko mitgenommen um ihn mir signieren zu lassen. Auch ein paar Mangas haben den Weg zu mir nach Hause gefunden.

Stars, Stars und überall Stars

Man hätte meinen können, es gab mehr Stargäste als Messebesucher. Aber das heißt ja erst einmal gar nichts Schlechtes. Die Tische an Darstellern aus Serien wie The Walking Dead, Game of Thrones oder Pretty Little Liars waren in allen Hallen verteilt und überall gab es mit den Besuchern einiges zu fotografieren, besprechen und zu signieren. Gerade meinen Weg zu den Synchronsprecher-Gästen gefunden stand ich also vor dem Dennis Schmidt-Foß. Er war wirklich wahnsinnig freundlich und hat ein paar coole Geschichten über seine Erfahrungen und Jobs erzählt, was ich unglaublich spannend fand. Ich hätte ihm noch locker 100 weitere Fragen stellen können, aber die Schlange hinter mir wurde bereits länger und andere Gäste wollten auch noch dran kommen. Ein nächstes Mal kommt aber ganz sicher! Ein dezentes Zwinkern geht raus an die German Comic Con.

Meine 60 Sekündchen mit David Harbour

Vor einigen Monaten habe ich mich noch mit einem Freund über mögliche Gäste unterhalten und ihm erzählt, dass ich dieses Jahr nicht wirklich Geld für ein Autogramm oder Foto ausgeben würde. Da müsste schon jemand wie David Harbour kommen. Tja, es kam natürlich wie es kommen musste, denn David Harbour kam vorbei! Und was soll ich sagen? Shut up and take my Money! Ich habe mir vorab ein Marvel Comicbuch aus dem Jahr 1976 besorgt, in dem sein Charakter, den er im folgenden Black Widow Film spielen wird, (Red Guardian) das erste mal auftaucht.

Die Inspiration hat mir Mr. Harbour höchstpersönlich gegeben, denn ich habe zufällig gesehen, dass er genau dieses Heft zuhause an der Wand hängen hat. Als er das Comicbuch gesehen hat, musste er sofort lachen und hat sich gefreut. Bei der Massenabfertigung war es auch echt cool, kurz mit ihm zu quatschen und den ein oder anderen Witz zu machen. Er versicherte mir jedenfalls, dass der Film “awesome” wird und das glaube ich ihm auf’s Wort! 

Aber hat es sich denn gelohnt?

Sind wir mal ehrlich. Natürlich trägt diese Veranstaltung von Jahr zu Jahr das gleiche Grundgerüst. Vieles war für mich genau so wie auf der German Comic Con vor einem Jahr. Zudem gab es offenbar einige Probleme mit der Organisation an den Foto- und Autogrammbereichen der VIP-Gäste. Da ist so mancher Ärger natürlich vorprogrammiert und nicht ganz unberechtigt. Wie ich vor Ort mitbekommen habe, mussten einige Darsteller zwischenzeitlich pausieren, die Fans länger warten und durch Tickets für die wartenden Gäste wurde alles nur noch unübersichtlicher.

Die viel zu eng gestrickten Zeitpläne der Fotoshootings und Stars selbst haben dabei echt Probleme bereitet, die nicht so einfach zu beseitigen waren. Viele Besucher (auch ich) mussten ratlos in der Gegend rumlaufen, weil nicht ganz klar war, wann sie wo überhaupt anwesend sein mussten, um ihr Autogramm oder Foto zu bekommen. Trotzdem habe ich in genau dieser Situation in der Warteschlange mitbekommen, wie eine Angestellte versucht hat, die Menge möglichst gut zu versorgen und darüber zu informieren, wie es weitergeht.

Aber hat es sich denn jetzt gelohnt?

Und genau an der Stelle sollte man nicht nur Rücksicht auf die Gäste sondern auch auf die Helfer vor Ort nehmen, die wirklich alles getan haben, um die Veranstaltung zu einem guten Erlebnis für alle zu machen. Da gehen solche Probleme eher auf die Organisation im Allgemeinen zurück. Aber ich bin erstmal zuversichtlich, dass sie sich daraus eine Lehre ziehen und es beim nächsten Mal besser machen werden!

Also hat es sich gelohnt? Für mich definitiv: Ja! Man kann meckern, man kann motzen, man kann aber auch einfach mal die Zeit genießen und sich auf einen schönen Tag freuen. Genau dies konnte ich tun und mich perfekt auf den Spaß einlassen. Die Auswahl an den Ständen war wie immer gigantisch und man konnte mit ein wenig Aufmerksamkeit gute Schnäppchen finden.

Die nächste German Comic Con kann für mich auf jeden Fall kommen! Ich bin wirklich gespannt, was sie sich für die nächste Messe im kommenden Mai ausdenken und welche Stars vor Ort dabei sein werden. Bis dahin!