VERRÜCKT, WITZIG, BESONDERS: BORDERLANDS 3!

Foto: Alex Boom // Werbung da Kooperation

Freitag der 13. September 2019. Gilt dieser Tag doch sonst als Unglückstag, ging es dieses Mal allerdings mit einem sehr erfreulichen Ereignis einher: Dem Releasetag von Borderlands 3. Der langersehnte dritte Teil der verrückten Spielereihe hat viele Fans freudig auf diesen Tag warten lassen und so ziemlich niemanden enttäuscht, denn nicht nur das Spiel selbst, sondern auch das Drumherum war einfach perfekt in Szene gesetzt!

Als mich die lieben Leute von 2K vor bereits einigen Monaten anschrieben und gefragt haben, ob ich nicht Bock hätte durch eine kleine Kooperation das Spiel zu testen, habe ich nun wirklich nicht lange gezögert. Die vielen verrückten Ankündigungsvideos, der unfassbar geniale Stand auf der diesjährigen Gamescom und einige tolle Aktionen wie der Livestream mit den Jungs von Pietsmiet waren nur einige Punkte, die sich 2K zum Release dieses Spiels ausgedacht und damit wirklich jedes Ass aus dem Ärmel gezaubert haben! All das hat Wirkung gezeigt, denn Borderlands 3 wurde in den ersten fünf Tagen 50 % häufiger als der Vorgänger verkauft, was es zum sich am schnellsten verkaufenden Titel in der Geschichte des Entwicklerstudios macht. Sieht man sich die vielen bunten Grafiken, Trailer und verrückten Marketingideen an, kann man da auch nur applaudieren, denn genau diese Crazyness wurde zurecht belohnt! 

Nachdem mich also pünktlich zum Releasetag eine ganz besondere Sammlerbox von 2K  via Overnight-Boten erreicht hat, konnte ich meine Vorfreude auch nicht mehr verstecken und mein Glück kaum fassen. Neben der tollen Super Deluxe Edition des Spiels im Slipcover/Steelbook (es glänzt so schön) lagen der auf  400 Stück limitierten und gewaltig stylischen Box noch Aufnäher-Patches, ein Metallpin, eine Panoramagrafik der verschiedenen Figuren, ein schniekes Waffenmodell zum zusammenbasteln und ein Metallschild bei.

Das Game also reingeschmissen, installiert, Controller geladen, Sofa vorgewärmt, nochmal schnell auf Klo und ab ging die Post. Der erste Eindruck war echt vielversprechend. Die Grafik ist einfach immer wieder etwas Besonderes. Diese ist nun nicht mit Spielen wie GTA V oder Anthem vergleichbar, aber das muss und soll sie auch gar nicht. Die apokalyptische und trotzdem irgendwie unterhaltsame und witzige Welt mit vielen interessanten Charakteren erinnert mich an eine eigenartige Mischung aus Fall Out und Deponia (haha ich weiß, klingt strange aber genau so fühlte ich mich, als ich das erste mal durch die Gegend gestreift bin). 

Gleich die anfängliche Auswahl des Charakters nach einem saucoolen Intro stellte mich vor die erste Prüfung, denn mit Entscheidungen habe ich’s ja irgendwie nicht so. Entscheiden kann man sich jedenfalls zwischen den vier Charakteren Amara – The Siren, Fl4k – The Beastmaster, Moze – The Gunner und Zane – The Operative. Vier Figuren, die viele unterschiedliche Fähigkeiten und Vorteile im Spiel bieten. Nach kurzer Überlegung habe ich mich für Fl4k entschieden und ich sollte es nicht bereuen. Seine Sprüche sind unheimlich cool und als Beastmaster hat er immer einen tierischen Begleiter mit dabei, der die Reise noch witziger gestaltet.

Die ausgewählte Spielfigur kann durch Erfahrungspunkte Level um Level aufsteigen, dadurch Skillpunkte erspielen um stärker und erfahrener zu werden. Dies ermöglicht es, neue Waffen oder Fähigkeiten freizuschalten und sich im Kampf stetig zu verbessern. Und Waffen…so…viele…Waffen! Solang man jedenfalls fleißig die Gegend bis auf die letzte Patrone leer lootet, kann einem die Munition so schnell auch nicht ausgehen. 

Gleich der erste Bossfight mit Mouthpiece zeigte mir knallhart meine Schwächen auf, hat mir aber auch genauso knallhart die brilliante Verrücktheit des Spiels um die Ohren neben meinem grinsenden Gesicht geprügelt. Laute zerstörerische Bässe, energische Hintergrundmusik, bunte Equalizer und Neonlichter, dazu kleine Helfer, die es einem schwer machten, einen Blick auf den eigentlichen Endgegner zu werfen (Und nein, auch wenn es so klingt, es war tatsächlich kein Daftpunk Konzert). Aber auch hier war mit genügend Loot, etwas Geduld und den speziellen Fähigkeiten schnell Ruhe im… Club. 

Alles in allem ist Borderlands 3 einer der coolsten Ego-Shooter, die ich bisher gespielt habe. Wer also genau so verrückt drauf ist und sich mit der besonderen Grafik so sehr anfreunden kann wie ich, ist mit diesem Game einfach super bedient. Natürlich erfindet das Game das Rad nicht neu, aber auch das soll es überhaupt gar nicht tun. Es stellt allerdings mit vielen kecken Sprüchen und witzigen Figuren wie dem nervigen aber auch liebenswerten Claptrap einiges auf den Kopf. Über ein paar Performance-Probleme (ich spiele auf der PS4) und teils längere Ladezeiten konnte ich daher auch ohne großen Ärger hinweg sehen.

Wer also noch immer bereit ist, sollte sich seine Psycho-Maske aufsetzen, sich gut im Wüstenbuggy festschnallen und mit Überzeugung in die Welt voller übergroßer Insekten und verrückter Gestalten rufen: Let’s make some Mayhem!