ALLTAG, BLOGLIFE, COMIC CONS – MEINE 10 FRAGEN AN RENÉ

Foto: RenesNerdCave

Letztes Jahr im Dezember hatte ich das Vergnügen, den lieben René auf der German Comic Con in Dortmund zu treffen und ein wenig mit ihm über Gott und wie Welt zu quatschen. Aufgrund unserer vielen Schnittstellen, die wir beim Schlendern über die Messe feststellen konnten (und unserer grandiosen Fusionsfigur, siehe Bild), hatten wir die Idee uns gegenseitig ein paar Fragen zu stellen und diese auf dem Blog des jeweils anderen zu veröffentlichen. Gesagt, getan: In diesem Beitrag findet ihr meine zehn Fragen an Rene über seinen Blog, seine ausführlichen und sehr professionellen Reviews, seine große Erfahrungen im Hinblick auf Cons und über die Person hinter all dem. 

1. Hey René, stell dich doch am besten erst einmal vor und erzähl mir, wie du zum Bloggen und deinem Instagram-Profil gekommen bist?

Hey Alex, ich bin der René und bin schon mein ganzes Leben lang großer Fan von Filmen und Comics. Meine Freunde würden mich wahrscheinlich als verrückt beschreiben und meine Verlobte als Träumer. Könnte schlimmer sein, oder?

Zum Bloggen kam ich nicht nur zufällig. Schon früh hatte ich Spaß daran über meine liebsten Filme zu schreiben. Da aber immer alles anders kommt als man denkt, wurde ich Logistiker. Durch den Blog kann ich meinem Traumberuf als Hobby ausleben. Da ich Instagram bereits vorher gerne genutzt habe, musste natürlich auch das passende Profil zum Blog dabei sein. Seit der Gründung Anfang 2019 bin ich zufrieden mit meinem Blog und bin froh, dass ich diese Idee in die Tat umgesetzt habe.

2. Könntest du dir inzwischen einen Alltag ohne diese „Arbeit“ an Berichten, Reviews, Posts usw. vorstellen?

Ich glaube, mittlerweile möchte ich all das nicht mehr missen! Natürlich gibt es immer mal etwas stressige Perioden. Gerade wenn viele, großartige Veröffentlichungen quasi zeitgleich erscheinen. Das Privatleben und der Hauptberuf wollen schließlich auch Aufmerksamkeit bekommen. Aber über die letzten Monate habe ich auch gelernt, dass die Lösung in einer durchdachten Selektion und der entsprechenden Planung liegt. Wie heißt es so oft? Weniger ist mehr! Mich mit den vielen, tollen Personen auf Instagram über unser aller Hobby auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und über mein Hobby zu schreiben ist ein Spaß, den ich nicht mehr missen möchte.

3. Könntest du dir auf der anderen Seite vorstellen, so etwas beruflich oder zumindest als Nebenjob zu machen?

Kurz und knapp – Ja! Von meinem Blog leben zu können ist aktuell natürlich noch sehr utopisch, aber ich könnte es mir sehr gut vorstellen. Natürlich wollte ich als Kind, dank Jurassic Park, immer Paläontologe werden, doch wie bereits gesagt, war der Beruf eines Filmkritikers immer mein Traum. Was nicht ist, kann ja noch werden, oder? Nein im Ernst, zumindest eine nebenberufliche Tätigkeit in diesem Bereich ist etwas, dass ich mir definitiv vorstellen kann und auch als realistisch ansehe.

4. Wann hast du mit dem Lesen von Comicbüchern angefangen und was ist dein absoluter Lieblingscomic oder deine Lieblings-Reihe?

Angefangen habe ich, wie wahrscheinlich die meisten, in meiner Kindheit mit Asterix, Mickey Mouse und Lucky Luke. Zu den klassischen Superhelden usw. habe ich über Filme und TV-Serien gefunden. Als damals die Spider-Man Serie im TV kam und nach und nach Helden wie Batman, X-Men oder die Turtles dazu kamen, war es um mich geschehen. Spätestens als dann, Ende der 90er und Anfang der 2000er die Kinofilme der Helden ins Rollen kamen, gab es kein Zurück mehr.

Mein Lieblingscomic? Die Frage ist gemein! Aber als erstes fällt mir dazu ganz klar Watchmen ein. Der Klassiker von Alan Moore und Dave Gibbons ist heute noch genauso aktuell wie zur damaligen Zeit. Eigentlich traurig, oder? Darüber hinaus liebe ich den Marvel MAX Run von Garth Ennis am Punisher und alles, was Scott Snyder im Zusammenhang mit Batman macht bzw. gemacht hat.

5. Hast du einen Lieblings-Superhelden und welche Kraft würdest du dir selbst geben?

Tatsächlich stehe ich total auf Antihelden! Welcher davon mein klarer Favorit ist? Wahrscheinlich Batman, aber er steht in einem engen Clinch mit dem Punisher. Während das Punisher-Logo bereits mein Bein schmückt, wartet der dunkle Ritter noch darauf unter meiner Haut zu landen. Am Ende ist es wahrscheinlich der realistische Ansatz, welcher mich so an diesen Charakteren fasziniert. Auch gefällt mir die düstere Erzählweise weitaus mehr, was wahrscheinlich davon abzuleiten ist, dass ich großer Horror-Fan bin.

Welche Kraft ich gerne hätte ist da schon etwas schwerer zu beantworten. Es gibt viele, coole Kräfte. Aber womöglich würde ich heilende Kräfte und fliegen bevorzugen. A, weil ich es schade finde, dass es so etwas wie Krankheiten überhaupt geben muss und B, würde fliegen viel Zeit sparen.

6. Welche Comic-Verfilmung würdest du dir für die Zukunft am allermeisten wünschen?

Zum einen würde ich mich natürlich freuen Jon Bernthal und Charlie Cox einmal in ihren Rollen als Punisher und Daredevil auf dem Big Screen zu sehen. Vor allem, nachdem die Netflix-Serien abgesetzt worden sind. Worauf ich aber wirklich total Bock hätte, wäre ein Hulk vs. Wolverine Film! Durch die Übernahme von FOX durch Disney ist dies gar nicht mal so unrealistisch. Ich würde ich jedoch sehr freuen, wenn der Film eine gewisse Härte besitzen würde. Darüber hinaus gibt es sehr viel Stoff der Film-würdig ist. Ich hoffe ja immer noch auf einen dritten Teil der Kick-Ass Reihe!

7. Auf wie vielen Cons warst du bisher unterwegs, was war dein bestes und schönstes Erlebnis und die insgesamt schönste Con?

Meine erste Convention war damals die Gamescom in Köln. Das müsste 2011 gewesen sein. Seitdem kann ich nicht mehr ohne solche Veranstaltungen. Mittlerweile gehe ich aber lieber auf Comic Cons und Horror Conventions. Dort komme ich mir immer vor wie auf riesigen Familientreffen, weil man einfach so viele Freunde und Bekannte trifft und oft auch neue Kontakte knüpft. Wenn man bei Stars ansteht, kommt man schnell mal ins Gespräch. Zu den schönsten Momenten zählt auf jeden Fall mein erstes Treffen mit Robert „Freddy Krueger“ Englund. Aber auch der Moment, als ich Neve Campbell aus der Scream-Reihe treffen konnte. Das sind solche Momente, an die man gerne zurückdenkt und in Erinnerungen schwelgt.

Die insgesamt schönste Con war die CCXP Cologne 2019. Nicht nur das ich dort viele, tolle Menschen getroffen habe, die Convention zeigte sich enorm qualitativ und hat einfach Spaß gemacht. Auch die Tatsache das ich dort so manche Größe aus der Comic-Welt treffen konnte, weckt in mir freudige Erinnerungen und eine große Vorfreude auf die kommende Auflage. Neben Autogrammen von Batman: Damned Autor Brian Azzarello und Savage Avengers Zeichner Mike Deodato, hatte ich außerdem die Chance, mich über eine halbe Stunde mit Artist-Mastermind David Finch zu unterhalten. Lest dazu gerne mein Interview auf meiner Seite.

8. Hast du eine bestimmte Sammelleidenschaft, welche dich schon einiges an Geld gekostet hat?

Meine Film-Sammlung, meine Comics und meine Gitarren haben über die Jahre definitiv ein kleines Vermögen verschlungen. Aber am Ende macht man es halt auch gerne. Wenn man gemütlich auf der Couch sitzt und in seine Regale blickt, dann weiß man wofür man es macht, für den persönlichen Spaß und das Wohlbefinden. Mittlerweile muss ich aber auch sagen, dass ich in manchen Bereichen etwas kürzertrete. Ich muss nicht mehr jeden Film sofort zum Release haben. Oft fehlt da auch die Zeit, um ihn direkt zu gucken. Bevor ich den Film dann Wochen oder gar Monate im Regal stehen habe, hole ich ihn mir lieber erst dann, wenn ich die Zeit habe. Meistens spart man dadurch auch noch ein paar Euros. Der positive Nebeneffekt.

9. Warst du schon einmal an einem Punkt, an dem du gerne hingeschmissen und dich komplett aus dem Internet und Social Media Bereich zurückgezogen hättest, oder kannst du dir stets selbst Rückhalt und Motivation geben, den Spaß nicht zu verlieren und weiterzumachen?

Ich glaube, an solch einem Punkt war ich bisher noch nicht. Natürlich gibt es immer mal Situationen, die schlauchen oder einfach müßig sind, aber am Ende bleibt mir der Spaß stets erhalten. Gerade den Social Media Bereich nutze ich nicht bloß, um mich zu vernetzen und auszutauschen, sondern auch oft, um aktuell zu bleiben. Über Instagram z.B. bekommt man recht schnell Informationen zu neuen Comics und Filmen. Ein Leben ohne das Internet ist anno 2020 ohnehin nur noch schwer zu realisieren. Natürlich ist das Internet ein Luxus, aber eben einer, auf den ich nicht verzichten möchte. Ob ich mal an solch einem Punkt ankommen werde wo ich auf alles verzichten will? Was kann man heutzutage schon ausschließen?

10. Was stellst du dir für deine Zukunft vor und welchen Wunsch hättest du für deinen Blog und in diesem Zusammenhang mit deiner persönlichen Entwicklung?

Für meine Zukunft wünsche ich mir natürlich nur das Beste haha. Nein im Ernst, ich würde mich freuen in den nächsten Jahren einige meiner Träume zu verwirklichen. Dieses Jahr steht erst einmal die Hochzeit von mir und meiner Verlobten an. Aber ich würde wahnsinnig gerne die USA, allen voran Kalifornien, bereisen und einmal ein Heimspiel der Steelers in Pittsburgh sehen.

Was meinen Blog angeht: Ich freue mich auf viele, weitere Projekte und über die tollen Release zu schreiben, welche in nächster Zeit erscheinen. Darüber hinaus bin ich aber auch immer glücklich, wenn ich mich weiterbilden kann. Schon jetzt merke ich, dass ich viel offener bin im Bereich der Comics und Filme. Kein Nachteil, sondern definitiv ein Vorteil. Den so findet man so manche Genre-Perle, welche man andernfalls niemals für sich entdecken würde.

Das waren also René’s zehn Antworten auf meine Fragen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mich mit ihm auszutauschen und gegenseitig dieses kleine Interview zusammen zu basteln. Wenn ihr wissen wollt, wie meine Antworten auf seine Fragen lauten, klickt doch einfach mal auf seinem Blog rein, hier geht’s lang!